Köf 6275
 

Ab 1930 beschaffte die damalige Deutsche Reichsbahn über tausend Kleinloks der Leistungsgruppe 2 (40 bis 150 PS), um das Rangieren auf kleineren Bahnhöfen effizienter zu gestalten. Diese wurden zunächst mit Benzolmotor und mechanischem Getriebe, später mit Dieselmotor und hydraulischem Getriebe beschafft. Sie bewährten sich so gut, dass sie nach dem Krieg von beiden deutschen Bahnen weiterbeschafft wurden, die letzten Exemplare wurden 1965 gebaut. Im Laufe der Zeit wurden die Loks immer weiter modernisiert: so wurden neue Motoren und Getriebe eingebaut, Druckluftbremsen nachgerüstet oder die offenen Führerhäuser winterfest hergerichtet. Bei der DB wurde bei einigen Loks die Höchstgeschwindigkeit von 30 auf 45 km/h angehoben. 1999 schieden bei der Deutschen Bahn die letzten Exemplare aus dem Betrieb aus, bei Privatbahnen sind die Loks heute noch im Einsatz.

1957 wurde unsere Lok von Gmeinder gebaut und bekam von der Deutschen Bundesbahn die Betriebsnumer “Köf 6275”.  Bis 1989 wurde die Lok in Schleswig Holstein eingesetzt, u.a. in Neumünster, Lübeck und Husum.
Am 01.01.1968 wurde sie in 323 592-6 umbezeichnet. Ende 1976 wurde das Führerhaus der Lok durch Einbau von Türen und Seitenfenster “winterfest” ausgerüstet. 1989 wurde die Lok noch einige Monate von Göttingen aus eingesetzt, bevor Ende 1989 von der Bundesbahn ausgemustert wurde.
Nach einer Aufarbeitung bei Firma NEWAG in Oberhausen gelangte die Lok Anfang der 1990er Jahre zur Piesberger Steinindustrie, wo sie bis Mitte 2012 zum Verschub von Schotterwagen eingesetzt wurde. Nach einem Motorschaden übernahmen wir die Lok im gleichen Jahr. Derzeit erfolgt die Aufarbeitung der Lok.

Technische Daten:

Achsfolge: B-dh
wassergekühlter 6 Zylinder Kaelble Dieselmotor
Flüssigkeitsgetriebe und mechanische Kraftübertragung (Ketten).
Motorleistung: 128 PS
Eigengew.: 17 to
Lüp: 6,4 m
Achsstand: 2,5 m
Bremse: Knorr Druckluftbremse mit Fußbremse
Vmax: 45 km/h
Baujahr: 1957
 

im Verein seit: 2012
in Aufarbeitung

 

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