Vorstellung des Vereins
 Osnabrücker Dampflokfreunde e.V.

Im Herbst das Jahres 1986 treffen sich vier Eisenbahnfreunde mit der Absicht, historische Schienenfahrzeuge aus dem Raum Osnabrück zu restaurieren und zu erhalten. Im Februar 1987 kommt es zum ersten größeren Treffen, um eine Vereinsgründung vorzubereiten. Dieses findet große Resonanz, so dass zum 1. Juni 1987 der Verein  Osnabrücker Dampflokfreunde gegründet wird. 

Zu Beginn der Vereinsgeschichte besitzt der Verein weder Geldmittel noch Sachwerte, auf die er hätte aufbauen können. Durch die freundliche Hilfe von Institutionen,  Firmen sowie Mitgliedern gelingt es, die ersten Anschaffungen zu ermöglichen. So kann bereits kurz nach der Gründung des Vereins das erste Schienenfahrzeug von der Georgsmarienhütte erworben werden. Es ist ein Steuerwagen vom Typ VS 145, der von der Georgsmarienhütten-Eisenbahn ehemals zur Personenbeförderung zwischen Hasbergen und GM-Hütte eingesetzt worden war.

Die Hafenbahn Osnabrück stellt den Dampflokfreunden ein Gleis für die Aufarbeitung des Fahrzeugs zu Verfügung. Der Anfang ist gemacht.

Im April 1988 zieht der  Verein um. Die Firma Klöckner-Durilit stellt einen Teil der Gleisanlagen des Zechenbahnhofs Piesberg für die Vereinstätigkeit zur Verfügung.

Als  zweites Schienenfahrzeug kann die Klein-Diesellok “Goliath, der Starke“ von Klöckner Wilhelmsburger (Georgsmarienhütte, heute: IAG Magnum) durch ein Vereinsmitglied erworben werden.

Dann geht es Schlag auf Schlag: 1989 können mehrere Fahrzeuge beschafft werden, so z.B. eine Dampfspeicherlok der Firma Homann mit diversen Güterwagen, die erste Donnerbüchse des Vereins, der Gleiskraftwagen EH 373 sowie die ehemalige Lok 11 der GME. Auf dem Vereinsgelände beginnen die Instandsetzung der Gleisanlagen und die Einrichtung der Werkstatt, die die Arbeit an den Fahrzeugen ermöglicht.   Das Stellwerk im Stahlwerk Georgsmarienhütte wird abgebaut und auf dem Vereinsgelände wieder aufgebaut .

1990 können weitere Fahrzeuge beschafft werden. Der Verein hat nun 31 Mitglieder.

1991 werden 3 weitere Donnerbüchsen (Einheitspersonenwagen) sowie viele Ersatzteile beschafft, erstmals auch aus der ehemaligen DDR. Der EH 373 wird fertiggestellt und als erstes Vereinsfahrzeug bahnamtlich abgenommen.

 Im Oktober werden mit geliehenen Fahrzeugen Pendelfahrten zum 125 jährigen Jubiläum der Georgsmarienhüttenbahn organisiert.

1992 wird die erste Donnerbüchse des Vereins fertiggestellt und an einen Lengericher Eisenbahnverein vermietet. Mit dem Wiederaufbau des Stellwerks wird begonnen, wobei das Fundament von Hand ausgeschachtet wird.

1993 können mit der nun fertiggestellten Kleinlok V10B (im Vorjahr durch ein Vereinsmitglied aus der ehemaligen DDR erworben) und  einer Donnerbüchse erstmals Pendelfahrten nach Eversburg angeboten werden. 150 m von Gleis 2 im Zechenbahnhof werden durch den Verein wiederaufgebaut.

1994 wird die Restaurierung der ersten Güterwagen abgeschlossen, u.a. der Homann Wärmeschutzwagen, der fortan bei Veranstaltungen als Infowagen eingesetzt wird.

Das Konzept, altes Material wiederzuverwerten, wird auch beim Bau des Bahnsteigs realisiert. 70 m Bahnsteig werden von Natrup-Hagen zum Zechenbahnhof umgesetzt  Außerdem wird das gesamte Sozialgebäude des ehemaligen Betonwerks angemietet.

Zur Eröffnung des Museums Industriekultur Anfang Oktober werden erstmals Pendelfahrten zum Hauptbahnhof angeboten, jedoch mit geliehener Dampflok und Wagen.

1995 ist erstmals ein Caféwagen im Einsatz: der 83 337 Magdeburg. Mit der nun fertiggestellten Karmann Lok 2 werden zum ersten Mal Fahrten außerhalb des Vereinsgeländes mit eigenen Fahrzeugen angeboten: Pendelfahrten zwischen Ankum und Bersenbrück. 

Aus Meppen kann die V65 001 erworben werden, mit dem Ziel, sie nach ihrer Aufarbeitung auch auf Gleisen der Deutschen Bahn AG einzusetzen. Das Stellwerk wird nun fertiggestellt.

1996 werden erstmals regelmäßige Fahrten zwischen Zechenbahnhof Piesberg und Eversburg angeboten. Höhepunkt ist das 1. „bergfest am piesberg“. Der Verein erhält den 1. dreiachsigen Umbauwagen. Ein kurzes Gastspiel hat die Diesellok  211 200.

1997 wird mit der VLO (Verkehrsbetriebe Landeskreis Osnabrück) ein Einstellungsvertrag abgeschlossen, so dass die Fahrzeuge des Vereins  nun auch auf Gleisen der Deutschen Bahn AG eingesetzt werden können. So finden z.B. erste Pendelfahrten mit einer von der DB geliehenen Diesellok der Baureihe V60 und den Wagen des Vereins zum Hauptbahnhof statt. Der Verein hat nun 57 Mitglieder, erstmals auch 1 Frau.

1998 geht die mittlerweile komplett instandgesetzte  Diesellok V65 001 in Betrieb.

1999 hat der Verein erstmals eine Internetpräsenz. Das gepachtete Vereinsgelände wird an die Stadtwerke Osnabrück verkauft. Die Dampflokfreunde erhalten den Kulturförderpreis  des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V.

2000 wird nach selbst durchgeführten Gleissanierungsarbeiten zum Bergfest die Anschlussbahn nebst Kanalbrücke wieder eröffnet. Von der DB AG können diverse 3-achsige Umbauwagen erworben werden.

Die im Stadtteil Osnabrück-Schinkel aufgestellte Dampflok 41 052 muss dort den Baumaßnahmen weichen. Diese  Lok ist im Eigentum der Stadt Osnabrück. Sie wird den Dampflokfreunden leihweise zur Pflege überlassen.

2001 kann der Vereinssaal fertiggestellt werden. Im September wird in einer aufwändigen Aktion die 41 052 zum Vereinsgelände transportiert, die optische Aufarbeitung beginnt.

2002 wird erstmals ein Wagen vereins-extern aufgearbeitet: der Behelfspersonenwagen MCi durch die BISOS im Rahmen eines Jugendprojektes in Rabber.

2003 kann erstmals der Alte Steinbrecher genutzt werden. Der MCi wird fertig gestellt. Somit stehen nun 6 Personenwagen mit ca. 300 Sitzplätzen zur Verfügung.

2004 wird die optische Aufarbeitung der 41 052 abgeschlossen. Der erste 3-achsige Umbauwagen wird fertiggestellt. Der Verein hat nun 77 Mitglieder.

2005 kann die 41 052 käuflich erworben werden. Es wird beschlossen, die Lok möglichst betriebsfähig aufzuarbeiten. Zur Einwerbung von Spendengeldern wird das „Anheizerprojekt“ gestartet. Von der DB AG wird die Diesellok V 100 2077 für 20 Jahre geliehen, ein Einsatz ist vertraglich  nur sehr eingeschränkt gestattet.

2006 wird der Triebwagen VT 60 531 nebst Steuerwagen erworben und bei einer ostdeutschen Werkstatt in die Aufarbeitung gegeben. Im Zuge der Verbreiterung des Stichkanals Osnabrück wird eine neue Kanalbrücke errichtet, in diesem Zuge werden Teile der Gleisanlagen neu errichtet (Höherlegung).

2007 kann ein Ersatzmotor für den VT 60 aus einem unterirdischen Bundeswehrbunker geborgen werden.

2008 werden erstmals Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit für die Aufarbeitung des Alten Steinbrechers eingesetzt. Von der Bundeswehr werden einige Wagen  vom einzigen Krankentransportzug aus den 60er-Jahren erworben.

2009 findet erstmals das Dampflokfest „Osnabrück unter Dampf“ auf dem Zechenbahnhof statt. In diesem Zuge erhält der Verein in Tausch seine 3. Dampflok: die 52 8116. Für das alte Steinbrechergebäude wird ein Erbpachtvertrag abgeschlossen. Erstmals hat der Verein 100 Mitglieder.

2010 wird das Führerhaus der 41 052 fertig. Glücklicherweise können viele Dampflok-Ersatzteile aus der Schweiz erworben werden. Die Aufarbeitung des VT 60 wird nun auf dem Vereinsgelände fortgesetzt.

Es läuft das Genehmigungsverfahren zur (Wieder-) Errichtung von Gleisanlagen vor dem Alten Steinbrecher an.

2011 wird das 2. Dampflokfest „Osnabrück unter Dampf“ auf dem Vereinsgelände mit großem Erfolg durchgeführt. Mehr als 10.000 Besucher strömen zum Zechenbahnhof Piesberg.

2012  wird  beschlossen, die Dampflok 41 052 größtenteils in Eigenleistung  betriebsfähig zu machen. Der umfangreichste Teil der Fremdvergabe ist die Aufarbeitung des Kessels. Diese wird mit Vereinsmitteln und Spenden finanziert. Die Tenderinstandsetzung macht große Fortschritte.

2013 wird die Genehmigung zur Erstellung der Gleisanlagen des Alten Steinbrechers erteilt, mit ersten Vorarbeiten wird dort begonnen. An der 41 052 wird an Kessel, Aschkasten, Rahmenverbinder und Tenderdrehgestellen gearbeitet. Die 52 8116 wird aufgearbeitet, im Rahmen des 3. Dampflokfestes „Osnabrück unter Dampf“ präsentiert und dann an eine Firma als Ausstellungsstück verkauft. 2 Bundeswehr Sanitätswagen werden für eine Ausstellung an das Eisenbahnmuseum Utrecht verliehen.

2014 gehen die Arbeiten am Kessel der 41 052 in die Endphase, ebenso macht u.a. die Aufarbeitung der Tenderdrehgestelle und der Tenderbremse große Fortschritte. Im Vorfeld des Alten Steinbrechers wird an der Drainage der zukünftigen Gleisanlagen gearbeitet. Seit dem 01.01. des Jahres ist die Warnetalbahn das EVU ( Eisenbahnverkehrsunternehmen) des Vereins

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