51 80 02-52 001-4 P,  Bn724, Liegewagen

Zwischen 1965 und 1967 beschaffte die Bundeswehr 5 Prototypenwagen für geplante Krankentransportzüge, insgesamt waren 30 derartige Züge geplant. Es war vorgesehen, Verwundete von Sammelstellen in sichere Gebiete zu fahren. Die Wagen waren nie im Einsatz, sie dienten nur Übungszwecken. Zu weiteren Beschaffungen seitens der Bundeswehr kam es aus Kostengründen nicht, stattdessen setzte man auf ein Konzept mit von der DB geliehenen Wagen. Ein derartiger Krankentransportzug bestand aus 13 Wagen für 356 Verwundete und ca. 70 Mann Personal. Alle Wagen basieren auf der UIC-x Plattform, dem damaligen Standard für Neubauten der DB.

Zwei reine Liegewagen Bn724 auf Basis der Silberlinge 2. Klasse sind mit je 32 normalen Bundeswehr-Betten eingerichtet und außen im serienmäßigen Nirosta-Pfauenaugenmuster gehalten. Ein weiterer Liegewagen Bn724.1 ist oliv lackiert und hat nur 16 Betten sowie einen Behandlungsraum im mittleren Großraum. Anstelle eines teuren Serienbaus und der aufwendigen Unterhaltung solcher Spezialwagen wurde zwischen Bundeswehr und Bundesbahn ein Verfahren vereinbart, das im Ernstfall Hilfszüge verfügbar macht, die nicht vorgehalten werden müssen. 192 Wagen aus dem Einsatzbestand der DB-Silberlinge wurden als Serien-Bauart Bnb724 mit einer auswechselbaren Inneneinrichtung aufgebaut. Die Sanitätsausrüstung des Innenraums wird an bestimmten Lagerorten deponiert und kann dort ohne Werkstattaufenthalt im Austausch eingebaut werden. Die medizinischen Komponenten für den Behandlungswagen sollen in übliche Gesellschaftswagen eingesetzt werden und zur Versorgung dienen normale Speisewagen mit entsprechender Bevorratung.

Unser Wagen wurde 1967 bei der Waggon- und Maschinenbau AG (WMD) in Donauwörth mit der Fabriknummer 3516 gebaut. Zunächst war die Betriebsnummer 946 001 P als  B4n-64a vorgesehen, der Wagen erhielt jedoch dierekt die neue Nummer 51 80 02-52 001-4 P als Bn724.

2008 kauften wir insgesamt 4 Wagen der Bundeswehr über die VEBEG.

Technische Daten:

Sitzplätze:  96, derzeit nicht eingebaut
Eigengew.: 32 t
Lüp:  26,4 m
Achsstand: 19 m
Bremse: KE-GP A-Bremse mit Handbremse
Vmax:  140 km/h
Elektrische Heizung (Mehrspannung) / Dampfheizung
Baujahr: 1967

Zustand: teilweise aufgearbeitet, zur Zeit nicht bahnamtlich zugelassen

Bild links zeigt den Wagen am 08.04.2013 im Zechenbahnhof Piesberg .

 

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