Offener Güterwagen 863 138 Omm-52

Ab 1952 beschaffte die DB ca. 14.900 von der Waggonfabrik Uerdingen entwickelte offene Güterwagen, es handelt sich um die erste, wirkliche Nachkriegkonstruktion von offenen Wagen der DB. Charakteristisch für diesen Wagentyp sind die nach außen gewölbten Wände, dadurch werden diese gefestigt und kommen ohne zusätzliche Kastenstützen aus. Die Wagen sind kippfähig, d.h. sie können über die klappbaren Stirnwände entladen werden, die Wagen mit Handbremse sind jedoch nur an einer Seite kippfähig.
Ab Mitte der 50er-Jahre wurden die gängigen Güterwagentypen europaweit durch die UIC genormt und von den einzelnen Staatsbahnen beschafft, der Omm 52 entspricht zwar den Grundabmessungen des UIC-Types, jedoch lagen die genauen Richtlinien bei Baubeginn des Omm 52 noch nicht vor. Später wurden dann von der DB andere Wagen entsprechend der UIC-Norm beschafft.
Viele Wagen Der Gattung Omm 52 wurden in den gemeinsamen Wagenpark „Europool“ mit eingebracht (so konnten und können die beteiligten europäischen Eisenbahnen diese Güterwagen frei bei jeder der beteiligten Bahnen einsetzen)
Mitte der 50er-Jahre wurden ca. 600 Wagen vorübergehend als Autotransportwagen Off 52 umgebaut, sie wurden später wieder als offene Güterwagen zurückgebaut.
Nach Einführung der computergerechten Wagennummern und Gattungen wurden die Wagen bei der DB ab Mitte der 60er-Jahre als E037 bezeichnet. Ab Mitte der 70er-Jahre begann die Ausmusterung der Wagen, die 1986 abgeschlossen wurde. Ab 1979 wurden jedoch ca. 5.200 Wagen als „Rübenwagen“ Eo017 für den Zuckerrübenverkehr im Herbst hergerichtet, bei den Wagen wurden die Stirnklappen festgelegt, sie wurden nur noch beschränkt unterhalten und durften nur noch im Inland verkehren. Nach Aufgabe des Rübenverkehrs wurden die letzten Wagen Ende der 90er-Jahre ausgemustert.
Ende der 70er-Jahre wurden ca. 800 Wagen an die DDR verkauft, sie wurden bis 1994 ausgemustert.

Unser Wagen wurde 1953  bei den Uerdinger Waggonwerken unter der Fabriknummer 58 033 gebaut. Bis Mitte der 60er-Jahre lief er unter der Betriebsnummer 863 138 als Omm 52, danach als E037 mit der Nummer 21 80 503 2823. Später wurde er in den Europ-Park eingestellt, ebenfalls als E037 mit der Nummer 01 80 504 2135-5. Ab 1981 lief der Wagen nur noch zur Zuckerrübensaison als „Rübenwagen“ der Bauart Eo017 mit der Nummer 42 80 514 1426-9. 1993 wurde der Wagen abgestellt und sollte vom AW Seelze verschrottet werden. Von dort aus kauften wir den Wagen 1994, er wurde im selben Jahr aufgearbeitet.

Technische Daten:

Ladegewicht: 29,5 t
Eigengewicht: 9,75 t
Ladefläche: 24,1 m²
Lüp:  10,5 m
Achsstand: 5,4 m
Bremse: Hik-G Bremse (Hildebrand-Knorr-Güterzugbremse) mit Handbremse
V max:  90 km/h
Baujahr: 1953

Im Verein seit: 1993
Zustand: aufgearbeitet, zur Zeit nicht bahnamtlich zugelassen
 

oben: 863 138 im Herbst 1994

 

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